Lachmuskeln im Dauereinsatz: Knallbuntes Comedy-Duo begeistert Stadthalle
Ein wahres Feuerwerk des Humors erlebten über 300 Besucherinnen und Besucher am Samstagabend, 24. Januar, in der Neuffener Stadthalle. Im Rahmen des Jubiläums „130 Jahre TB Neuffen“ sorgten Doris Reichenauer und Bernd Kohlhepp für einen Abend voller Selbstironie, Musik und unzähliger Pointen. Von der ersten Minute an herrschte ausgelassene Stimmung.
Der erste Vorsitzende Albrecht Klingler eröffnete die Veranstaltung und begrüßte unter anderem Bürgermeister Bäcker mit Partnerin. Sein Dank galt der Stadtapotheke Silber für das Sponsoring der Eintrittskarten, dem Bioladen Radiesle für den Vorverkauf sowie den Organisatoren der TB der TB-Skiabteilung um Klaus Döbler und Fritz Hermann und dem Technikteam unter Diddy Heldele. Bereits mit seinem Warm-up-Witz über die Verteilung der Dialekte durch den lieben Gott hatte er die ersten Lacher auf seiner Seite: Fürs Schwabenland sei keiner mehr übrig gewesen – „no schwätzet ihr halt wie i“.
Danach übernahm das Comedy-Duo die Bühne. Doris Reichenauer startete locker plaudernd mit Geschichten aus ihrem Familienleben – insbesondere über ihren pensionierten Gatten Dieter und dessen „Prostata-Stammtisch“. Auch Sohn Kevin, schwäbisch „Käfin“, bekam sein Fett weg: Auf die Frage nach seinem Studium lautet seine entspannte Antwort schlicht „Mama, hauptsach gsond!“. Für besonders viel Lacher sorgte ihre Anekdote über den früheren Schulschwarm, der sie beim Arzttermin nicht wiedererkannte und trocken fragte: „Welches Fach haben Sie denn unterrichtet?“
Im Anschluss betrat Bernd Kohlhepp alias „Hämmerle“ die Bühne und berichtete aus seinem Heimatort Bempflingen – „dem Ort mit der höchsten Nachbarschaftsdichte der Welt“. Mit typisch schwäbischem Wortwitz erklärte er dem Publikum sogar die Bedeutung von „schwäbischem Tantra“: „D’Hand ra!“ Auch musikalisch zeigte er sein Können, persiflierte Elvis und brachte mit umgedichteten Hits wie dem „Uhu“-
Heißluftpistolen-Song auf „Don’t Worry, Be Happy“ den Saal zum Mitsingen. Gut gelaunt ging es in die Pause.
Der zweite Teil gehörte erneut Doris, die von den wechselnden Freundinnen ihres Sohnes erzählte und mit Alltagsbeobachtungen für schallendes Gelächter sorgte – etwa von der jungen Frau, die im Winter treu dem Schneeräumfahrzeug folgt und erst später merkt, dass sie auf dem Supermarktparkplatz gelandet ist.
Ein weiteres Highlight war Kohlhepps Auftritt als „Frau Schwertfeger“. Die schrullige Figur berichtete trocken, sie habe im Herbst 80 Kilo verloren – „seitdem leb ich allein“. Mit skurrilen Alltagstipps für Seniorinnen und Senioren und einer rockigen „Vesperbrot“-Version von „I Love Rock ’n’ Roll“ brachte sie die Halle erneut zum Toben.
Zum Abschluss schwelgte Doris in Erinnerungen an die „geilste Jugend ever“ – ohne Handy, Tinder oder Social Media, dafür mit Stehblues und Tanzabenden. Mit ihrem lebensbejahenden Lied „Han i et glebt, no leb i halt jetzt“ verabschiedete sie sich von der Bühne.
Hämmerle setzte den Schlusspunkt mit Geschichten vom Wasen und seinem augenzwinkernden Abschiedssong „Sofazeit“. Danach zog es die bestens gelaunten Gäste entweder an die Bar der Stadthalle oder direkt heim aufs Sofa – die Lachmuskeln jedenfalls hatten ihr Tagespensum mehr als erfüllt.