Zur Oberstufenprüfungnach Südtirol
Waren wir doch erst vergangene Woche in den Dolomiten, so konnte zumindest einer den Baufortschritt an den Brücken der Brennerautobahn diese Woche nochmals begutachten. Zwar spricht man in Ratschings noch deutsch, so stellte man sich dennoch die Frage, warum uns das Lehrteam Ski des Deutschen Turnerbundes so weit fahren lässt. Die Zweifel sollten bald ausgeräumt sein, erwarteten uns doch sieben strahlend sonnige Tage auf perfektem Schnee bei Südtiroler Gastro, die wie gewohnt die Vorzüge beider Sprachräume vereint. Leider trübten die Rotoren von mindestens sechs Rettungshelioptern am ersten Tag nicht nur die Sonne, sondern auch die Stimmung. Eine Lawine von 800m hatte 10 Tourengeher verschüttet, 4 überlebten nicht. Helfen konnten wir leider nicht, und so trainierten wir weiter die Balance auf dem Skatingski. Nach diesem Tiefpunkt kannte die Stimmung aber nur noch den Weg nach oben. Nahezu überwältigend war die Mischung aus Erschöpfung durch die nicht enden wollende Liste an Prüfungen kombiniert mit den Eindrücken hochalpiner Landschaften im strahlenden Sonnenschein: Buckelpiste, Theorie, Riesenslalom, Tiefschnee, Carving, Kurzschwung, Funpark, Lawinenkunde, Lehrprobe, Skating. Die Ereignisse überschlugen sich derart, dass man irgendwann überrascht zur Kenntnis nehmen musste: es stand bereits der letzte Tag an. So musste man sich schneller als lieb von seinen neuen Kamaraden verabschieden, es fühlte sich nach nur einer Woche an, als kenne man sich schon ewig. Ach ja, bestanden hab ich den Instructor auch.
Grüß, Phili
