Dolomiten Skisafari 2026 – Wenn Alexa schweigt und eine Bademantel-Meuterei droht
Dolomiten – das ist die Ehrfurcht des Moments wenn selbst Alexa schweigt – kurzfristig zumindest.
Gemeint ist dabei nicht der Sprachdienst von Amazon sondern unsere unterhaltsam-fröhliche Skifreundin aus Kleinbettlingen wenn Sie in den „schönsten Berge der Welt“ so um sich schaut.
Die Faszination beginnt schon bei den Namen: Seceda, Tofana oder Marmolada klingt irgendwie verheißungsvoller als Olperer oder Gipsköpfle. Der Ausblick vom Belvedere hat das Potential für feuchte Augen und zu essen gibt’s statt Würstel mit Pommes im SB halt Dreierlei Knödel mit Radiccio und Walnüssen auf einer stilvoll eingerichteten Hütte – bei meist schönem Wetter. Klingt gut und ist in der Realität oft noch viel schöner. Genau dahin ging die diesjährige Skisafari. Wie groß die Vorfreude war, konnte man daran erkennen, dass der Bus trotz Abfahrtszeit um vier Uhr sogar schon drei Minuten zu früh losfuhr. Alles rollte perfekt, es gab Sektfrühstück mit Brezeln und schon um zehn Uhr schnappten die Bindungen zu. Obereggen ist ein sehr vielfältiges Skigebiet mit super gepflegten Pisten das wegen seiner günstigen Verkehrslage traditionell den Start macht. Die Gruppen hatten sich schnell gefunden, das Wetter war ordentlich und als es gegen drei anfing zu graupeln, traf man sich mit der no skiing-Gruppe vom „Team Orange“ an der Kneipe. Inge Dolde und Uli Stiefel haben übrigens keine holländischen Pässe.
Im Abendlicht dann vorbei an Latemar und Rosengarten über den Karerpass zum Hotel Touring nach Pozza di Fassa. Schönes Hotel, leckeres Essen und strategisch sehr gut gelegen – was will man mehr.
Wobei….. die ins „Lastei“ ausquartierten Teile der Gruppe sahen sich kurzfristig ohne Bademantel und vom Wellness-Angebot ausgeschlossen. Die drohende Meuterei wurde von Chef-Organisator Philip Döbler schnellstens entschärft und alle waren zufrieden.
Tag zwei war vom Wetter her traumhaft gemeldet und bot sich für den Trip zur Marmolada an. Dieser umfasst zwar immer zwei Nadelöhre mit gewissen Wartezeiten aber das gigantische Panorama über die gesamten Dolomiten ist’s allemal wert. Dabei eine kurze Schrecksekunde für die „Quotenfrau“ des Speed-Teams: Plötzlich waren Birgit Schalls Skier weg – keine so gute Idee auf 3200 HM und sehr weit weg vom Hotel. Zum Glück waren sie nur unglücklich umgefallen und lagen hinter einer Treppe.
Neue Gefilde erschloss Tag drei mit San Pellegrino. Ein Skigebiet in der Größe wie Obereggen, landschaftlich bei Sonne vermutlich sehr schön und neben gemütlich flachen Anteilen gab’s eine Weltcup-Abfahrt samt haushoher Fangnetze. Eine gewisse Ehrfurcht kriecht da schon in einem hoch wenn man bedenkt, dass die Damen im Super-G mit Geschwindigkeiten bis 120 km/h über Steilhänge runterrasen wo wir als gute Skiläufer mit max. 60km/h aufpassen müssen die Kontrolle nicht zu verlieren. Hier wiederum war Michi Döbler als „Quotenmann“ in Neuffens schnellster Frauengruppe froh um „ein wenig“ Nebel, der das Tempo der Damen zumindest etwas drosselte.
Die Gruppe um einen ortsbekannten Rechtsanwalt wiederum hatte angeblich keine Zeit für Pausen – wobei eine unabhängige Prüfung der Aussage noch aussteht.
Die Rückfahrt mit Schneeketten-Alarm meisterte Familie Döbler gewohnt souverän und der Plan für Tag vier war schnell gemacht. Start direkt in Pozza di Fassa, durch’s landschaftlich tolle Buffaure Gebiet rüber zur Sella Ronda und an Plattkofel, Langkofel und Steinerner Stadt vorbei nach Sankt Christina wo uns der Bus wieder aufsammeln würde. Mit der Saslong wartete noch eine Weltcup-Strecke auf uns, „Gruppe Ernst“ hat wie im Vorjahr ihren „Gilder“ Jimmy Thumm kaputtgefahren und das Essen in der Mittags-Hütte war südtirol-typisch sensationell.
Ein Schnäpsle mit Kuchen am Bus und ein opulentes Vesper am Fernpass später waren alle super zufrieden und fahren bestimmt nächstes Jahr wieder mit.