· Dienstag, 02.06.2026 10:12 Uhr · Ski ·

44ste Traditionelle Pfingstradtour 23. – 24. Mai 2026

Pfingstradtour


Von Heinz Knoll bekam ich den Tipp: Enztal- und Nagoldtal-Tour. Er deutete an, 95 km pro Tag, aber läppisch. „Was, faifaneizg Kilameter am Daag! Des isch jo viel z´viel! Des schaff m´r nia!“, war das Gezeter, das mir von manchen entgegenschlug. Aber man will´s ja möglichst allen Recht machen! Also wurde entschärft auf etwa 75 km pro Tag. Beate Döbler brachte uns am frühen Morgen des 23. Mai nach Calmbach bei Bad Wildbad im Nordschwarzwald. Nach vorzüglichem Frühstück in der ortsansässigen Bäckerei Raisch ging es die Enz hoch in Richtung deren Ursprung. Wir passierten das wunderschöne Bad Wildbad und schlängelten uns weiter hinauf die Enz entlang bis Enzklösterle. Einen landschaftlichen Genuss erfährt man hier im schönen Schwarzwald. Ab Enzklösterle ging´s dann aber doch etwas länger und auch steiler aufwärts auf knapp 900 m. Kurz vor Erreichen des Restaurant Traube in Göttelfingen wurde uns ein einzigartiger Blick auf die weit entfernt liegende Schwäbische Alb präsentiert, der für Begeisterung sorgte. Nach dem Essen ging´s hinab in rasanter Fahrt zur Nagoldtalsperre, einem idyllischen Stausee, der im Sommer viele Wassersportler anzieht. Die restlichen Kilometer bis zum Etappenziel Nagold waren moderat. Dort erwartete uns bereits unser Service-Pilot Schualer Uli (Uli Stiefel) mit gekühltem Bier, der dieses Jahr wieder für den Gepäcktransport zuständig war. Nagold selbst ist wunderschön, und unser Hotel Adler begeisterte rundherum.

Der Sonntagmorgen startete mit steilem Aufstieg zum Gäu, einer Hochfläche, die etwas der Albhochfläche ähnelt. In Ergenzingen hofften wir, die gleiche Situation vorzufinden, wie vor genau 10 Jahren. Damas war dort ein Bierzelt mit Blasmusik und Frühschoppen. Und es war auch da, wo Fleder Palesch (Anton Palesch) zufällig in der Nähe des Zeltes ein kleines Gummi-Knautschtierchen fand, den Maxi, das noch heute unser Maskottchen ist und jährlich zur Betreuung von Person zu Person weitergegeben wird. In diesem Jahr allerdings war leider von Bierzelt keine Spur. Eine Kirmes gab´s, aber die sollte ihre Pforten erst um 12 öffnen, und es war erst 10:30 Uhr. Es bedurfte keiner großen Überredungskunst, und die freundlichen Schausteller öffneten für uns kurzer Hand ihren Bierwagen und schenkten gekühltes Bier vom Fass aus. Alle waren zufrieden! Kurz vor der Weiterfahrt überraschte uns Petze Förster mit einer Handvoll Boxauto-Fahrchips. Und schon saßen die alten Gnaddle in den kleinen Elektrokisten und hatten einen Riesenspaß. Nach etwa 50 Jahren ein lustiges Erlebnis. Wir passierten Wurmlingen und erreichten gegen die Mittagszeit den Schwärzlocher Hof, um danach durch das Neckartal bis zum Kinderfest in Neckartailfingen zu gelangen. Eine Erfrischung war nötig, denn es war affig heiß. In Nürtingen gönnten wir uns dann noch ein Eis, und gelangten gegen 19:30 Uhr zum Michl, wo unsere 44. Pfingstradtour gemütlich abgeschlossen wurde.

Helmut Meyer